Der technologische Ablauf ist ziemlich komplex in der Erzeugung eines Fahrrades mit Holzrahmen. In der ersten Etappe wird das Material besorgt, rohes nicht gesäumtes Brett, das in der Werkstatt abgespalten wird. Die verwendeten Holzessenzen sind verschiedenartig und ermöglichen eine Vielfalt von Zusammenstellungen und Bearbeitungen, damit neu- und einzigartige Modele je nach dem Wunsch des Nutznießers entstehen. Die meist verwendete Art ist Eschenholz (für das optimale Verhältnis zwischen Gewicht, Haltbarkeit und Spannkraft) in Zusammenstellung mit einer Auswahl von anderen Holzarten mit verschiedenen strukturellen Eigenschaften und Aussehen (Nuss, Eiche, Mahagoni, Wenge, Padauk, Hickory). Der Preis des bis jetzt von Oaky verwendeten Holzes schwankt zwischen 700 Euro/m3 (Esche) und 4000 Euro m/m3 (Padauk).

Nachdem der Rahmen fertig ist, wird als nächstes die Metalleinsätze befestigt: das Stützrohr der Sitzsäule, das das Tretlagerrohr, das Rohr, das in der Vordergabel montiert ist, etc. unterstützt. Einige der speziellen Metallteile werden in unserer eigenen Werkstatt hergestellt Und andere bestellten aus engagierten Workshops. Die Metalleinsätze werden dann abgelöst.

Ein verwandter Schritt in der Fertigung ist die Überprüfung der gesamten Holzbaugruppe: sie wird in einer speziellen Metall-Spannvorrichtung montiert, die die letzten Einstellungen der Gesamtgeometrie vorsieht (Winkelprüfung, Abstimmung und Ausrichtung der Räder und des Rahmens).

Die vorletzte Etappe ist diejenige der Veredelung: die Holzbestandteile werden vorbereitet, um mit Epoxid behandelt und mit UV-Schutz bedeckt zu werden, ähnlich dem bei der Veredelung der Holzboote verwendeten. Jedes fachmännische Auftragen gemäß der technischen Anleitungen des Herstellers bedeutet das Wiederholen der Schleif- und Auftragungsetappen 3 bis 5 Mal und Oaky hält strengstens diese Anleitungen ein, damit das Ergebnis qualitativ im wahren Sinne des Wortes wird. Diese Etappe ist auch extrem zeitaufwendig wegen der langen Zeitspannen für das Trocknen und Aussteifen der verschiedenen Bestrandteile und weil es wiederholte ähnliche Operationen voraussetzt, die mit besonderer Aufmerksamkeit durchgeführt werden müssen. Diese letzten Schichten dichten eigentlich das Holz (sowohl im Inneren, als auch im Äußeren) ab, bedecken alle Poren und erlauben diesem nicht mehr sich mit der Zeit zu verwandeln.

Die letzte Etappe bevor dem Ausflug mit dem Fahrrad mit Holzrahmen auf der Straße ist der Besuch bei einem unserer Partner, der im Service und Vorrichtungen für Fahrräder fachkundig ist. Hier wird der Rahmen mit allen ausgelegten Bestandteilen und Zubehör (vordere Gabel, Lenkgriff, Gangschaltung, Bremsen, Bremsklötzen, Scheiben, Tretwerk, Scheibenräder, Blöcken, Räder, Sattel usw.) bestückt. Die Bestückung eines Rahmens auch selbstverständlich kann vom Nutznießer je nach seinem Wunsch durchgeführt werden, vorausgesetzt dass er die technischen Angaben einhält, gemäß derer das Fahrrad entworfen wurde. Die letzten Anpassungen und Überprüfungen können nachher durchgeführt werden und eine Zeitspanne von ungefähr 3-4 Monaten Arbeit ist erfolgsvoll beendet!